Arbeitsmigration aus Drittstaaten verharrte 2019 auf niedrigem Niveau
Die vergleichsweise geringe Bedeutung ausländischer Fachkräfte für die Rekrutierungsbemühungen spiegelt sich in den übergeordneten Trends der Zuwanderungsdaten wider. Im Jahr 2019 – und damit vor Ausbruch der Corona-Pandemie – ging die Zahl der Zuzüge aus anderen EU-Staaten nach Deutschland um rund sieben Prozent zurück. Die Arbeitsmigration von Personen aus Drittstaaten nach Deutschland erhöhte sich zwar leicht um knapp sechs Prozent im Vergleich zu 2018, verharrt aber mit 64.219 Personen auf niedrigem Niveau. Die Fachkräftezuwanderung aus Drittstaaten (also Akademiker:innen und Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung) für sich genommen, stieg um knapp zwei Prozent auf 39.394.
Die Attraktivitätsindikatoren der OECD liefern eine Erklärung dafür, warum Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern auf dem deutschen Arbeitsmarkt nur eine untergeordnete Rolle spielen. Deutschland bietet ihnen demnach im Vergleich mit anderen OECD-Staaten schlechtere berufliche Chancen, wie ein Policy Brief aus dem Jahr 2019 zeigt. Das bestätigt der Fachkräftemigrationsmonitor, da Ausländer:innen beispielsweise in geringerem Maße eine ihrer Ausbildung entsprechende Tätigkeit ausüben als Deutsche.