Voraussetzung für die Eröffnung des Promotionsverfahrens ist die Einreichung der Dissertation, der schriftlichen Promotionsarbeit. Die Anforderungen sind hoch: Von einer Dissertation wird erwartet, dass mit ihr die Befähigung zur vertieften selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit belegt wird. Darüber hinaus muss sie einen Fortschritt der wissenschaftlichen Erkenntnis bringen. Auch muss sie bestimmten formalen Kriterien entsprechen, die in den Prüfungsordnungen der Fachbereiche festgelegt sind.

Die Dissertation kann in Absprache mit dem Betreuer und je nach Prüfungsordnung auch auf Englisch oder in einer anderen Sprache verfasst werden.

Kumulative Dissertation

An mehr als jeder zweiten Fakultät erlaubt es die Promotionsordnung, auch kumulativ zu promovieren: Hauptsächlich in den Naturwissenschaften und der Medizin bietet es sich an, statt einer umfangreichen Monografie (also einem einzigen Text) mehrere in renommierten Fachzeitschriften veröffentlichte Aufsätze zu einer kumulativen Dissertation zu verknüpfen.

Mündliche Prüfung

Zum Promotionsverfahren gehört – neben der Begutachtung der Dissertation – auch eine mündliche Prüfung in Form des Rigorosums oder der Disputation. Dies ist von Hochschule zu Hochschule und von Fachbereich zu Fachbereich verschieden. Die mündliche Prüfung dauert meist zwischen einer und zwei Stunden und kann je nach Promotionsordnung auch in einer Fremdsprache gehalten werden.

Veröffentlichung

Der Doktortitel wird erst vergeben, nachdem die Dissertation der wissenschaftlichen Öffentlichkeit durch Drucklegung oder gleichwertige Vervielfältigung innerhalb einer bestimmten Frist zugänglich gemacht und eine bestimmte Anzahl von Pflichtexemplaren an die Universität übergeben wurden. Damit erhält der Promovend das Recht, den Doktorgrad zu führen.

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Promovieren in Deutschland – Ein Leitfaden für internationale Doktoranden

Diese Broschüre für (zukünftige) internationale Promovenden zeigt die unterschiedlichen Wege zur Promotion in Deutschland auf. Sie erläutert die formalen Voraussetzungen, gibt praktische Tipps zur Auswahl des richtigen Betreuers oder Promotionsprogramms und stellt Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten vor. (Sprachfassungen: Deutsch, Englisch; 40 Seiten, DIN A5)

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