Wie finde ich einen Betreuer oder eine Betreuerin?

Der traditionelle, individuelle Weg zum Doktortitel ist in Deutschland immer noch der am häufigsten gewählte. Hier betreut der sogenannte Doktorvater oder die Doktormutter den Doktoranden. In Absprache mit diesem wissenschaftlichen Betreuer oder der Betreuerin bearbeitet er sein Thema und geht dabei dennoch sehr eigenständig vor. Dies ermöglicht eine große Flexibilität und Freiheit, erfordert aber auch ein hohes Maß an Disziplin und Verantwortungsbewusstsein.

Interessieren Sie sich für eine Individualpromotion? Dann finden Sie hier weitere Informationen: Wege zur Promotion > Individuelle Promotion

Die Annahme durch einen „Doktorvater“ oder eine „Doktormutter“ ist die Voraussetzung, um von einer Universität als Doktorand anerkannt und zum Promotionsstudium und/oder zur Prüfung zugelassen zu werden. Daher muss der Doktorand als Erstes einen geeigneten Betreuer für seine Doktorarbeit finden. Hierbei können die Kontakte des eigenen Hochschullehrers oder der Hochschule zu einem passenden Fachbereich oder einem Professor in Deutschland hilfreich sein.

Ein anderer Weg, einen Betreuer zu finden, kann die Suche nach einem geeigneten Institut oder einer Promotionsstelle an einer Hochschule sein. Diese Datenbanken können Ihnen dabei helfen:

  • PhDGermany
    Die Datenbank des Deutschen Akademischen Austauschdienstes verzeichnet Promotionsmöglichkeiten der deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. PhDGermany hilft Ihnen dabei, Ihre Promotionsstelle oder Ihren Betreuer für Ihre Dissertation zu finden.
  • Informationen zu den Hochschulen
    Wenn Sie sich für eine Promotion in Deutschland entscheiden, sollten Sie Ihren zuständigen Fachbereich oder direkt Ihren möglichen Promotionsbetreuer kontaktieren. Die Hochschulrektorenkonferenz verzeichnet in ihrer Datenbank Informationen zu den Promotionsordnungen und Zulassungsverfahren zur Promotion an den verschiedenen Fachbereichen der deutschen Universitäten. Hier finden Sie auch die Anschriften und Internetadressen der Hochschulen in Deutschland.
  • Forschungsverzeichnis mit mehr als 25.000 Instituten 
    Der Research Explorer der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) erschließt mehr als 25.000 Institute an deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen nach geografischen, fachlichen und strukturellen Kriterien.

Hat man sich für einen möglichen Betreuer entschieden, muss man das eigene Promotionsvorhaben vorstellen und sich bewerben. Die Hochschullehrerin oder der Hochschullehrer sollte erfahren, welches Fach der angehende Doktorand an welcher Universität studiert hat und wie erfolgreich er dabei war. Wichtig sind auch das Thema der Abschlussarbeit und das Fachgebiet, auf das der Promovierende sich spezialisieren möchte. Ein gut durchdachtes Exposé zur Dissertation sollte möglichst bereits vorliegen.

Ist ein Betreuer gefunden, muss der zuständige Fachbereich oder Promotionsausschuss die Annahme des Doktoranden bestätigen. An einigen Hochschulen muss schon in diesem Stadium die Zulassung zur Promotion beantragt werden.

Ein gut durchdachtes Exposé der Dissertation braucht der künftige Doktorand auch für eine Bewerbung auf eine (befristete) Promotionsstelle an einer Universität. Denn in Deutschland arbeitet der „typische“ Doktorand – meist befristet und in Teilzeit – als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Hochschule. Die wissenschaftliche Qualifikation ist dabei Teil der Aufgabenbeschreibung, auch wenn die Hauptarbeit an der eigenen Promotion zumeist nach Dienstschluss erfolgen muss.

Wie eng die Arbeit in Lehre, Forschung und/oder Verwaltung hier mit dem eigenen Promotionsvorhaben verknüpft ist, hängt ganz von der jeweiligen Situation ab.

Für Doktoranden bieten die außeruniversitären Forschungseinrichtungen ebenfalls ein hochklassiges Forschungsumfeld, eine hervorragende Infrastruktur und Betreuung. Zu ihnen gehören die weltweit renommierten Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft. Zwar können diese Institute nicht selbst die Promotion durchführen, sie arbeiten daher mit Universitäten zusammen. Die Forschungsorganisationen bieten ihren Doktoranden Stipendien oder (in der Regel befristete) (Teilzeit-)Arbeitsverträge.

Wer nach dem Studienabschluss in der Wirtschaft arbeitet und – häufig mit Förderung und Unterstützung des Arbeitgebers – „on the job“ promoviert, braucht ebenfalls einen betreuenden Hochschullehrer. In manchen Fällen kooperiert der Arbeitgeber schon mit einer Universität oder einem Forschungsinstitut und unterstützt den Doktoranden bei der Suche.

Promotionsstellen der Industrie bieten den Doktoranden meist befristete Arbeitsverträge auf Teilzeitbasis, industrienahe und anwendungsorientierte Forschungsmöglichkeiten und eine gute Perspektive für die Zeit nach der Promotion. Betreut wird das Promotionsvorhaben von einem Hochschullehrer oder einer Hochschullehrerin einer kooperierenden Universität.

Auf unseren englischsprachigen Seiten können Sie nach Unternehmen in Ihrem Forschungsbereich suchen.

Weitere Informationen

Hier finden Sie Links zu hilfreichen Datenbanken, die Sie dabei unterstützen können, eine Promotionsstelle oder einen Betreuer für Ihre Promotionsarbeit zu finden:

  • PhDGermany
    Die Datenbank des Deutschen Akademischen Austauschdienstes verzeichnet Promotionsmöglichkeiten der deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. PhDGermany hilft Ihnen dabei, Ihre Promotionsstelle oder Ihren Betreuer für Ihre Dissertation zu finden.
  • Informationen zu den Hochschulen 
    Wenn Sie sich für eine Promotion in Deutschland entscheiden, sollten Sie Ihren zuständigen Fachbereich oder direkt Ihren möglichen Promotionsbetreuer kontaktieren. Die Hochschulrektorenkonferenz verzeichnet in ihrer Datenbank Informationen zu den Promotionsordnungen und Zulassungsverfahren zur Promotion an den verschiedenen Fachbereichen der deutschen Universitäten. Hier finden Sie auch die Anschriften und Internetadressen der Hochschulen in Deutschland.
  • Forschungsverzeichnis mit mehr als 25.000 Instituten 
    Der Research Explorer der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) erschließt mehr als 25.000 Institute an deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen nach geografischen, fachlichen und strukturellen Kriterien.

Viele Hochschulen oder außeruniversitären Forschungsinstitute annoncieren ihre Job-Angebote auf ihren Webseiten oder in Online-Jobportalen. Auf unserer Webseite finden Sie Tipps und Links zu forschungsbezogenen Angeboten in Deutschland: Jobsuche

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Promovieren in Deutschland – Ein Leitfaden für internationale Doktoranden

Diese Broschüre für (zukünftige) internationale Promovenden zeigt die unterschiedlichen Wege zur Promotion in Deutschland auf. Sie erläutert die formalen Voraussetzungen, gibt praktische Tipps zur Auswahl des richtigen Betreuers oder Promotionsprogramms und stellt Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten vor. (Sprachfassungen: Deutsch, Englisch; 40 Seiten, DIN A5)

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