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Verfasser*innen: Dorothea Mahnke und Axel Karpenstein, DAAD-Außenstelle Tokyio

Japan gehört zu den führenden Wissenschafts- und Innovationsländern. Japanische Wissenschaft, Forschung und Technologie besetzen auf Gebieten wie Wasserstofftechnologien, Quantenforschung sowie Zellbiologie oder Krebsforschung Spitzenpositionen im globalen Wettbewerb. Forschungsstarke Universitäten wie die Tokyo University, Kyoto University und Tohoku University stehen gut im internationalen Vergleich da. Japan hat frühzeitig auf wissenschaftliche Innovation gesetzt: Bereits seit 2001 gibt das Land mehr als drei Prozent seines Budgets für Forschung und Entwicklung aus, ein Ziel, das Deutschland erst vor Kurzem erreicht hat. 
 

Besondere Stärken in der Forschung

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Japanische Wissenschaft, Forschung und Technologie besetzen auf mehreren Gebieten Spitzenpositionen im globalen Wettbewerb und werden großzügig gefördert. 2018 lagen die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung (öffentliche Hand und Privatsektor) laut OECD-Statistik bei rund 173 Milliarden US-Dollar. Japan belegt im internationalen Vergleich den dritten Platz. Rund 70 Prozent der Investitionen stammen aus der Wirtschaft. Dabei lag auf Platz 1 der Investitionen die Transportgeräte herstellende Industrie, auf Platz 2 die Pharmazeutische Industrie und auf Platz 3 die Informations- und Technologieindustrie.

Auch nach der Anzahl der Patente besetzte Japan mit 52.660 internationalen Patentanmeldungen im Jahr 2019 nach China und den USA den dritten Platz. Dabei kamen in beiden Kategorien (Investitionen und Patentanmeldungen) die meisten Patentanmeldungen aus den Bereichen Elektromechanik und Maschinenbau, Computertechnologie und Transport.

Seit der Jahrhundertwende hat Japan zudem 18 Nobelpreisträger hervorgebracht. 

Dialog zwischen Deutschland und Japan in Forschungs- und Innovationsfragen

Auch der Dialog zwischen Deutschland und Japan in Forschungs- und Innovationsfragen hat sich in den vergangenen Jahren intensiviert. Ein Treiber dieses Austausches ist das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) Tokyo. Es knüpft Netzwerke und bringt dazu deutsche und japanische Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zusammen. Beispiele für den Dialog sind die seit 2018 alle zwei Jahre stattfindenden deutsch-französisch-japanischen DWIH-Symposien zu Künstlicher Intelligenz, die Webtalk-Reihe „DWIH Coffee Talk“ und Veranstaltungen zu aktuellen wissenschaftlichen Themen wie das Symposium zu den psychosozialen Auswirkungen der Pandemie.
 

Individuelle Beratung zu Wissenschafts- und Forschungskooperationen mit Japan

Das DAAD-Kompetenzzentrum Internationale Wissenschaftskooperationen (KIWi) berät Sie als Mitarbeitende einer deutschen Hochschule, wie Sie geeignete Kooperationspartner in Japan identifizieren können und unterstützt Sie mit Informationen zu Förderinstrumenten und Finanzierungsmöglichkeiten Ihres Kooperationsvorhabens. Hinzu kommen Hinweise, wie Sie bestehende Kooperationen erfolgreich managen und weiterentwickeln können.

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