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Staatliche Hochschulen oder öffentlich finanzierte Forschungsinstitutionen bezahlen Sie nach festgelegten Sätzen – oder in Anlehnung daran.

Was Sie als Wissenschaftler in Deutschland verdienen, hängt von Ihren persönlichen Voraussetzungen ab, von Ihrem Forschungsprofil und Ihren Erfahrungen. Aber Ihre Expertise als Forscher oder Wissenschaftler ist in Deutschland hoch angesehen und wird entsprechend gut honoriert.

Staatliche Hochschulen und öffentlich finanzierte Forschungsinstitutionen bezahlen Sie nach festgelegten Sätzen – oder in Anlehnung daran. Zum Grundgehalt der Professoren können noch verschiedene Zulagen hinzukommen, zum Beispiel für besondere Leistungen, die individuell ausgehandelt werden.

Deutschland ist ein föderaler Bundesstaat. Für die Besoldung ihrer Hochschullehrer und wissenschaftlichen Mitarbeiter sind die Länder verantwortlich. Deshalb unterscheiden sich die Gehälter je nach Bundesland.

In der Industrie können die Gehälter davon erheblich abweichen. Wenn Sie als Führungskraft angestellt werden, gilt für Sie meist kein Tarif, das bedeutet, Sie handeln Ihr Gehalt selbst aus.

Professoren werden in der Regel nach den Tarifgruppen W3 oder W2 bezahlt, Juniorprofessoren nach W1. Ob eine Professur als W3-, W2- oder Juniorprofessur eingerichtet wird, entscheidet die Hochschule.

  • Juniorprofessor (W1) : 4.600 bis 5.300 Euro
  • W2-Professor: 5.400 bis 6.700 Euro
  • W3-Professor: 6.300 bis 7.600 Euro

Monatsgrundgehälter brutto, gerundet, 2021 
Es können weitere Bezüge hinzukommen. Die Gehälter variieren je nach Bundesland.

Quelle: Deutscher Hochschulverband

Promovierte Nachwuchswissenschaftler an staatlichen Hochschulen oder öffentlich finanzierten Forschungsinstituten werden nach Tarif bezahlt. Sie werden nach Aufgabenbereich, Voraussetzungen und ihren individuellen Erfahrungen eingestuft.

  • Postdoc*: 4.600 bis 4.800 Euro
  • Leitung Nachwuchsgruppe**: rund 6.100 Euro

Monatsgrundgehälter brutto, gerundet, 2021

Das Beispiel zeigt das Brutto-Grundgehalt für wissenschaftliche Angestellte nach dem Tarifvertrag, der in den meisten Bundesländern gilt und folgender Eingruppierung:
*Entgeltgruppe 13 Stufe 3 – Entgeltgruppe 14 Stufe 2
** Entgeltgruppe 14 Stufe 5 – Entgeltgruppe 15 Stufe 4

Quelle: Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL)

Gut zu wissen:

  • In Deutschland werden Professuren nach der sogenannten W-Besoldung – der Gehaltstabelle für Wissenschaftler – vergütet. Dabei ist vorgesehen, dass zu dem Grundgehalt leistungsbezogene Zulagen gezahlt werden.
  • Postdocs und wissenschaftliche Mitarbeiter an staatlichen Hochschulen und öffentlich finanzierten Forschungsinstituten werden nach einem Tarif bezahlt, den die Bundesländer bzw. der Bund mit den Gewerkschaften aushandeln. Maßgeblich für den öffentlichen Dienst der Länder ist der TV-L, für den Bund der TVöD/Bund.
  • Für das wissenschaftliche Personal an staatlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen gilt in der Regel das Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Es besagt, dass Wissenschaftler maximal zwölf Jahre lang befristet beschäftigt werden dürfen: bis zur Promotion max. sechs Jahre und danach weitere sechs (in der Medizin neun) Jahre plus der nicht ausgeschöpften Jahre der Promotionszeit. Ausnahme ist, wenn die befristete Stelle über Drittmittel finanziert wird: Hier gelten keine Höchstgrenzen.

Weitere Informationen

Informationen zur Besoldung von Hochschullehrern:

www.hochschulverband.de > W-Portal

Aktuelle Gehälter für den wissenschaftlichen Nachwuchs (TV-L > Anlage B) bei der Tarifgemeinschaft deutscher Länder:

www.tdl-online.de > Tarifverträge

Infos der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft:

www.gew.de > Tarifverträge in der Wissenschaft