Forschungseinrichtungen
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Deutschland bietet eine Vielzahl von Forschungsstandorte: Universitäten, Fachhochschulen, außeruniversitäre Einrichtungen, Unternehmen sowie Bundes- und Länderinstituten. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 750 öffentlich finanzierte Forschungseinrichtungen sowie verschiedene Forschungs- und Entwicklungszentren, die von Industriekonzernen betrieben werden.
In ausgewählten Bereichen oder Regionen bündeln diese gewerblichen und akademischen Einrichtungen ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Netzwerken und Clustern, u.a. um den Prozess bis zur Markteinführung neuer Produkte zu beschleunigen. Darüber hinaus ist die Kooperation auf europäischer und internationaler Ebene zu einer entscheidenden Komponente der Natur- und Geisteswissenschaften in Deutschland geworden.
Die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) führt angewandte Forschung für private und öffentliche Unternehmen als auch im Interesse der Allgemeinheit durch. Sie verfügt über mehr als 80 Forschungseinheiten und ist die größte Organisation für angewandte Forschung in Europa. Die Fraunhofer-Institute führen Forschungen im Auftrag der Industrie, des Dienstleistungssektors und der öffentlichen Verwaltung durch und bieten Informations- und Serviceleistungen an.
Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren trägt durch wissenschaftliche Spitzenleistungen wesentlich zur Lösung bedeutender Herausforderungen an Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft bei. Die Helmholtz-Gemeinschaft integriert 17 wissenschaftlich-technische und biologisch-medizinische Forschungszentren und ist die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands.
Die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL), auch Leibniz-Gemeinschaft genannt, vereint unter ihrem Dach 87 Forschungseinrichtungen, die sich mit wissenschaftlichen Problemen von gesamtgesellschaftlicher Relevanz befassen. Sie zeichnet sich durch die enorme Vielfalt der in den Instituten bearbeiteten Themen aus. Die Leibniz-Forschungsinstitute stellen Infrastrukturen für Wissenschaft und Forschung bereit und erbringen forschungsbasierte Dienstleistungen – Vermittlung, Beratung, Transfer – für Öffentlichkeit, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.
Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) ist eine unabhängige, gemeinnützige Forschungsorganisation, die nach dem weltberühmten Physiker Max Planck (1858–1947) benannt ist. Die MPG betreibt in erster Linie Grundlagenforschung in den Natur- sowie den Geisteswissenschaften und ergänzt dadurch Forschungsprojekte der Universitäten.
Deutschland ist die Heimat von über 370 Universitäten, die zahlreiche Studienrichtungen anbieten. Die akademische Ausbildung ist durch eine enge Verknüpfung von Lehre und Forschung gekennzeichnet. Die Regierungen des Bundes und der Länder haben die Exzellenzinitiative ins Leben gerufen, die darauf abzielt, gleichermaßen Spitzenforschung und die Anhebung der Qualität des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Deutschland in der Breite zu fördern und damit den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken.
Die Hauptaufgabe der deutschen Akademien der Wissenschaften liegt in der Koordinierung und Unterstützung langfristiger Forschungsprojekte und der Entwicklung und Pflege des interdisziplinären Dialogs. Darüber hinaus beraten die Akademien die Öffentlichkeit in allgemeinen und speziellen wissenschaftlichen Angelegenheiten, unter anderem bei neu aufkommenden Fragestellungen. Weitere Informationen über die deutschen Akademien der Wissenschaften, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Union der deutschen Akademien finden Sie in unserem englischsprachigen Bereich.
Die Bundesregierung finanziert 38 Forschungsinstitute, für die die Bundesministerien verantwortlich sind. Diese fachspezifische Forschung ist stets auf den Aufgabenbereich eines Ministeriums ausgerichtet. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Tätigkeiten des jeweiligen Bundesministeriums zu unterstützen und die für die Durchführung hoheitlicher Aufgaben erforderliche wissenschaftliche Grundlage bereitzustellen.
Die deutschen Bundesländer fungieren als Träger der Forschungsfinanzierung, doch sie betreiben auch eine Reihe von Forschungseinrichtungen, die die Forschungsaktivitäten der Länder unterstützen. Es gibt mehr als 100 Institute, die eine breite Palette von Forschungsgebieten abdecken.
Deutsche Unternehmen zählen zu den innovativsten in Europa. Mit ca. 70% ist der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen, die von der Industrie getragen und finanziert werden, außerordentlich hoch. Unternehmen kooperieren besonders eng auf dem Gebiet der angewandten Forschung; hier arbeiten sie mit den weltweit operierenden Fraunhofer-Instituten und der deutschen Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ (AiF) zusammen.
Die „Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen“ (AiF) wurde 1954 gegründet. Als eingetragene gemeinnützige Organisation fördert die AiF Forschung und Entwicklung in allen Industriezweigen zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen. Die Gemeinschaft operiert sowohl auf Bundesebene als auch auf europäischer Ebene.
In den vergangenen Jahren hat die Bundesregierung eine Serie von Projekten ins Leben gerufen, die auf die Schaffung von Netzwerken und Clustern zur Förderung neuer Technologien ausgerichtet sind. Sie bündeln die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten industrieller und akademischer Einrichtungen. Ein Hauptziel dieser Zusammenschlüsse besteht darin, den Prozess bis zur Markteinführung neuer Technologieprodukte zu beschleunigen.
In Deutschland sind mehrere Forschungsinfrastrukturen angesiedelt, die in der Physik, den Geowissenschaften, der Klimaforschung oder den Geisteswissenschaften von globaler Bedeutung sind. Beispiele für solche Forschungsinfrastrukturen, etwa das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY) oder das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ), finden Sie in unserem englischsprachigen Bereich.
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