Voraussetzungen

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Bevor Sie Ihr Promotionsvorhaben in Deutschland angehen können, gibt es einige Dinge, die Sie im Vorfeld beachten sollten. Hier erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Voraussetzungen sowie einige praktische Tipps für eine gute Vorbereitung.

Die Suche nach einem Promotionsplatz hängt davon ab, ob man sich für eine Individualpromotion mit einem Promotionsbetreuer oder ein strukturiertes Promotionsprogramm zum Beispiel an einem Graduiertenkolleg entscheidet. Je nachdem müssen Sie nach einem Doktorvater oder einem Platz in einem Promotionsprogramm suchen. Weitere Informationen: Wege zur Promotion

Auch wenn es sehr hilfreich ist, die Sprache des Gastlandes zu sprechen: Die meisten Hochschulen ermöglichen es, die Dissertation in Englisch zu verfassen. In strukturierten Programmen ist sogar die Teamsprache häufig Englisch und auch in den begleitenden Kursen wird Englisch gesprochen.

Dennoch kann in einigen Fällen für die Einschreibung in einen Promotionsstudiengang ein Nachweis über Deutschkenntnisse verlangt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier (auf Englisch): Language

Wichtigste formale Voraussetzung, um in Deutschland promovieren zu können, ist ein sehr guter Hochschulabschluss, der in Deutschland anerkannt wird. Im Allgemeinen ist dies ein dem Master entsprechender Abschluss. Ob dies so ist, entscheidet jede einzelne Hochschule selbst. Die zukünftigen Doktoranden müssen die Anerkennung ihres Abschlusses beim Dekanat oder Promotionsausschuss der Hochschule beantragen.

Besonders qualifizierte internationale Bewerber können auch mit einem Bachelor-Abschluss Zugang zur Promotion erhalten („Fast-Track-Programme“). Voraussetzung ist hier meist eine Prüfung.

Weiter Informationen finden Sie in den Promotionsordnungen, die in der Regel auf der Webseite des entsprechenden Fachbereichs veröffentlicht sind.

Die Promotionsordnungen enthalten die wichtigsten Regelungen für das Promotionsverfahren: Etwa Voraussetzungen für die Zulassung, Regelungen zur Einreichung der Dissertation, zur Erstellung der Gutachten und zur mündlichen Prüfung.

Ist ein Betreuer für die Promotion gefunden, ist der wichtigste Schritt gemacht. Jetzt muss die Annahme als Doktorand vom zuständigen Fachbereich oder Promotionsausschuss bestätigt werden. Dazu braucht man in der Regel eine Bescheinigung des Promotionsbetreuers, die beglaubigten Zeugnisunterlagen sowie die Anerkennungsurkunde des Hochschulzeugnisses.

An einigen Hochschulen muss schon jetzt die Zulassung zur Promotion beantragt werden. Die Entscheidung darüber sowie über den Umfang der Anrechnung von Studienleistungen liegt bei den einzelnen deutschen Hochschulen. Daher muss die Anerkennung des Studienabschlusses beim Dekanat oder Promotionsausschuss der jeweiligen Fakultät beantragt werden.

In manchen Fällen wird die Zulassung zur Promotion von einer weiteren Prüfung abhängig gemacht, die feststellt, ob Ihre Kenntnisse auf dem Niveau des deutschen Studienabschlusses liegen.

Weitere Informationen finden Sie in der jeweiligen Promotionsordnung, die zumeist auf der Webseite der Fakultät eingesehen werden kann.

Der nächst Schritt ist die Einschreibung. Auch wenn es nicht immer zwingend nötig ist, ist es für internationale Doktoranden von Vorteil, wenn sie sich auch bei einer Individualpromotion für einen Promotionsstudiengang immatrikulieren. In der Regel muss der Fachbereich Sie erst als Doktoranden akzeptiert haben, damit Sie sich einschreiben können.

Nicht alle Fachbereiche verlangen, dass Sie sich einschreiben. Informationen dazu geben die Internationalen Abteilungen der Hochschulen. Auch die Promotionsordnungen auf den Websites der Fachbereiche geben Auskunft über die Voraussetzungen.