Wie finde ich das richtige Promotionsprogramm?

Die strukturierten Promotionsprogramme in Deutschland sind an das angelsächsische PhD-Ausbildungssystem angelehnt. Hier kümmert sich ein Team von Betreuern um die Doktoranden. In der Regel dauert die Promotion so drei bis fünf Jahre.

Promotionsprogramme

Eine gemeinsame Datenbank für alle strukturierten Promotionsprogramme in Deutschland gibt es bislang nicht. Die Suchmaschine des DAAD kann Ihnen dabei helfen, das richtige Promotionsprogramm zu finden.

Graduiertenkollegs und Nachwuchsforschungsgruppen

Helmholtz Kollegs und Graduiertenschulen

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist Deutschlands größte Wissenschaftsorganisation. In Zusammenarbeit mit Universitäten und anderen Forschungsinstituten fördert Helmholtz die strukturierte Doktorandenausbildung mit Kollegs und Graduiertenschulen.

www.helmholtz.de

Graduiertenkollegs

Über die Internetseite der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) können die von ihr geförderten Graduiertenkollegs angesteuert werden. 

www.dfg.de > Graduiertenkollegs

Wie bewerbe ich mich um einen Platz in einem strukturierten Programm?

Die Auswahl an interessanten Promotionsprogrammen ist groß. Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie sich folgende Fragen stehen: Passt das Programm, passt die Ausstattung, passt das Umfeld zu meinem Promotionsvorhaben? Welche Anforderungen werden gestellt, was wird von den Doktoranden erwartet?

Die Bewerbungsmodalitäten sind von Programm zu Programm verschieden. Die genauen Voraussetzungen und Bewerbungsfristen entnehmen Sie bitte den Webseiten der jeweiligen Universität, des Graduiertenkollegs oder der Forschungsorganisation. Daher sollten Sie sich zunächst für eine Hochschule oder ein Graduiertenkolleg entscheiden.

Wer sein Promotionsprogramm gefunden hat, sollte Zeit und Sorgfalt in die Vorbereitung der Bewerbung einbringen. Teilweise sind Bewerbungsfristen für die Aufnahme in die Programme zu beachten. Auch daher sollte schon rechtzeitig vor Ende des Studiums mit der Recherche begonnen werden.

 

 

Mehrstufiges Bewerbungsverfahren

Für eine erfolgreiche Bewerbung sollte die geplante Dissertation zu den Schwerpunkten des Programms passen. Zudem braucht der Bewerber ein gutes bis sehr gutes, in Deutschland anerkanntes Examen. Die erste Kontaktaufnahme erfolgt dann meist über das Internet.

Das eigentliche Bewerbungsverfahren verläuft häufig mehrstufig, unterscheidet sich jedoch je nach Programm.

In der Regel werden aber in einem ersten Schritt zunächst der Lebenslauf, eine Kopie des Abschlusszeugnisses, eine kurze Vorstellung der geplanten Dissertation sowie eine Begründung der Bewerbung eingereicht.

In einem zweiten Schritt erfolgt dann meist nach Aufforderung eine ausführliche Bewerbung mit einem umfangreichen Exposé des Forschungsprojekts. Dazu gehören auch die Angabe der Zeitplanung, Referenzen der bisherigen Hochschullehrer, Kopien sämtlicher Zeugnisse und der Abschlussarbeit sowie gegebenenfalls ein Sprachnachweis. Können diese Unterlagen überzeugen, wird der Bewerber meist zu einem persönlichen Gespräch geladen, das unter Umständen auch als Telefonkonferenz stattfinden kann.

Neben einem exzellenten Examen und einem guten, zum Programm passenden Dissertationsthema ist es entscheidend, beim Bewerbungsgespräch die eigene Motivation deutlich zu machen. Hier sollte man gut über die Anforderungen an eine Promotion in Deutschland und die Unterschiede zum Heimatland informiert sein. Man sollte wissen, was einen in dem angestrebten Promotionsprogramm erwartet und was erwartet wird. Wichtig ist daher eine gute Vorbereitung.

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Promovieren in Deutschland – Ein Leitfaden für internationale Doktoranden

Diese Broschüre für (zukünftige) internationale Promovenden zeigt die unterschiedlichen Wege zur Promotion in Deutschland auf. Sie erläutert die formalen Voraussetzungen, gibt praktische Tipps zur Auswahl des richtigen Betreuers oder Promotionsprogramms und stellt Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten vor. (Sprachfassungen: Deutsch, Englisch; 40 Seiten, DIN A5)

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